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 Ernährung 
 

 

"Gesunde Ernährung" - das ist zugegebenermaßen ein recht vager Begriff. Hier sei daher kurz erläutert, was "gesund" für mich bedeutet:
  • erstens den absolut strikten Verzicht auf (raffinierten weißen) Zucker - und alles, worin dieser enthalten ist. 
  • zweitens den Verzicht auf Auszugsmehle - also Brot und Brötchen, Nudeln, Pizza und was man sonst noch so aus Weißmehl herstellt.
  • keine Milch und Milchprodukte: wer einmal vorurteilsfrei darüber nachdenkt, wird schnell einsehen, dass die Milch für den Menschen kein geeignetes Nahrungsmittel sein kann. "Gesund", wie von der Milch-Industrie so erfolgreich propagiert, ist sie jedenfalls mit Sicherheit nicht! Diese Erkenntnis war für mich anfangs die schmerzhafteste, es hat sich aber gelohnt, sie umzusetzen.
  • auch Fleisch, Fisch und Eier habe ich vom Speiseplan verbannt.
  • ebenso tabu sind neben sämtlichen industriellen Fertigprodukten (wegen den vielen chemischen Zusätzen) auch die sogenannten "Genußgifte" wie Alkohol, Kaffee und natürlich Zigaretten. 

"Was bleibt mir denn bei einem solch eingeschränkten Speiseplan überhaupt noch übrig?" - werde ich oft mitleidig gefragt.  Oder: "da kann man doch gar nichts mehr essen!" - entsetzen sich die meisten, denen ich von meiner "Verbotsliste" erzähle.

Nun, was mir bleibt, sind in erster Linie jede Menge Obst und Gemüse sowie viele bunte Salate. Des weiteren kommen Reis, Kartoffeln und Hirse, Hülsenfrüchte oder Vollkornnudeln auf den Tisch. Auch esse ich gerne verschiedene Ölfrüchte, sprich Nüsse und Samen (z.B. Walnüsse, Sonnenblumenkerne ...)

Das hört sich jetzt vielleicht furchtbar eintönig und eingeschränkt an. Aber ich komme gut damit zurecht und fühle mich vor allem pudelwohl. Ich habe zehn Kilo abgenommen, ich kann wieder schlafen, es juckt nicht mehr, ich wache morgens wieder auf und freue mich auf den kommenden Tag, ich kann wieder lachen, ICH LEBE wieder! 

Inzwischen empfinde ich meine Ernährungsweise auch nicht mehr als Verzicht, sondern einfach als eine gesunde, alternative Form des Essens. Ich sage auch nicht: "Ich darf das und das und das nicht essen", sondern ich sage immer: "Ich ernähre mich von Obst und Gemüse!" wenn mich jemand fragt. Auf die richtige Einstellung kommt's an!

Ich gebe natürlich zu, ein solcher Speiseplan ist, vor allem am Anfang einer Ernährungsumstellung, schwierig und erfordert in einer Gesellschaft, in der fast täglich Fleisch auf den Tisch kommt und Brot und Milchprodukte als gesund gelten, einiges an Koordination und vor allem Selbstdisziplin.

Ich kann daher nur immer wieder betonen, wie gut es mir damit geht, trotz allem Verzicht, und dass der Gewinn an Lebensqualität durch die besiegte Neurodermitis den Verzicht beim Essen x-fach wieder aufwiegt. Und, man gewöhnt sich daran. Inzwischen ist es für mich wirklich nicht mehr schwer, nicht zu McDonalds gehen und nicht mehr tütenweise Gummibärchen naschen zu können, wie ich das früher gerne gemacht habe.

Im Gegenteil, ich bin froh, dass ich es geschafft habe, von solchem ungesunden Essen wegzukommen. Ich habe auch gar keine Gelüste mehr nach einem Hamburger, einem panierten Schnitzel oder nach einer Tafel Schokolade. Ehrlich! Wenn ich Lust auf Süßes verspüre, gibt es Trockenobst oder eine Banane, oder ab und zu mal einen Löffel Honig in den Tee.

Wie mein Speiseplan denn konkret aussieht, wollen viele Betroffene immer wieder wissen, die die Ernährungsumstellung in Angriff nehmen wollen.

Nun, zum Frühstück esse ich eigentlich fast immer Obst, im Sommer Erdbeeren, Aprikosen, Melonen, Himbeeren, Pfirsiche, Kirschen..., im Winter Äpfel, Bananen, Orangen, Kiwis... was es eben gerade so gibt. Ab und zu hole ich mir auch eine Mango, eine Papaya, eine Ananas oder sonst etwas exotisches aus dem Bioladen.

Das Obst esse ich meist so, aber auch mal als Obstsalat mit Nüssen dazu (Mandeln,  Sonnenblumenkerne, Hasel- oder Walnüsse, Sesamsamen, Kürbiskerne, Cashews, Para- oder Erdnüsse...) Das schmeckt wirklich lecker, wie ich finde!

Mittags gibt es dann entweder noch einmal Obst oder ich mache mir einen Salat (auch da sind die Variationsmöglichkeiten größer als man denkt: Kopfsalat, Kresse, Ackersalat, Endivien, Chinakohl, Karottensalat, Gurkensalat, Paprika, Kürbis, Rote Beete, Tomaten, Blumenkohl, Broccoli, Champignons, Oliven, Weiß- und Rotkrautsalat...., die Liste lässt sich noch lang fortsetzen!). Manchmal esse ich Reiswaffeln dazu. Diese sind mein "Brotersatz" geworden, ich esse sie aber auch als Süßigkeit, zum Beispiel mit Honig darauf oder einer "vermatschten" Banane.

Zum Abendessen mache ich oft Gemüse, das ich entweder roh esse oder leicht andämpfe, dazu schmecken zum Beispiel Kartoffeln, Vollkornreis oder Hirse. Manchmal mache ich auch eine Gemüsesuppe. Oder Hülsenfrüchte wie Linsen oder Sojabohnen. Oder Quinoa. Oder Dinkel-Reis. Oder Vollkornspaghetti mit Tomatensoße . Oder selbstgemachte Pommes - einfach Kartoffeln in lange Streifen schneiden und bei 200° ca. 20 min in den Backofen legen. 

Als Nachtisch mag ich beispielsweise gerne Trockenfrüchte wie Datteln oder Feigen. Was auch lecker ist: gefrorene Bananenstückchen, einfach in die Gefriertruhe legen. Schmeckt wie Bananeneis, bloß besser!

Mit etwas Phantasie lässt sich auch ohne Fleisch, Milch, Brot und Zucker durchaus ein abwechslungsreicher Speiseplan gestalten!!!

Weitere Tips und Anregungen kann man sich zum Beispiel unter www.vegan.de oder www.rohkostforum.de holen.