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meine Geschichte

 

 

Zum ersten Mal rote Flecken auf meiner Haut bemerkte ich vor knapp vier Jahren. Zunächst kümmerte ich mich nicht großartig darum. Von Neurodermitis oder "atopischen Ekzemen" hatte ich noch nie etwas gehört, und die Flecken würden schon wieder von selber verschwinden, so wie sie gekommen waren. Dachte ich jedenfalls!

Als dem nicht so war und sich die roten, juckenden Stellen an meinem Körper weiter auszubreiten begannen, ging ich irgendwann zum Hautarzt, der eine Neurodermitis diagnostizierte, womit ich aber auch nicht viel anfangen konnte. So geht es wohl vielen, die zum ersten Mal mit dieser Krankheit konfrontiert werden. 

Es folgten die üblichen schulmedizinischen Behandlungsmethoden:
Cortisonsalben, Salzwasserbäder und Kaltlichttherapie (UV-Bestrahlung).

Vom Cortison hatte ich bald genug, da der Ausschlag damit zwar innerhalb weniger Tage wunderbar verschwand, nach Absetzen des Cortisons aber umso heftiger wiederkam. Auch die Bestrahlung brachte immer nur kurzfristig Linderung. Mein Hautzustand wurde zusehends schlimmer.

So versuchte ich es bei einem naturheilkundlich orientierten Arzt mit einer Eigenblutbehandlung, jedoch ohne Erfolge. Lediglich mein Heuschnupfen, der mich jahrelang im Frühjahr und Sommer geplagt hatte, kam in diesem Jahr nicht wieder. Doch meiner Haut ging es dafür umso schlimmer.

Im Sommer ´99 fuhr ich zur Kur nach Borkum an die Nordsee. Dort ging es mir drei Wochen lang relativ gut, allerdings wurde ich anfangs wieder mit Cortison behandelt. Wieder zu Hause, war die Haut nach kurzer Zeit so schlimm wie zuvor.

Von Bekannten erfuhr ich von den "grandiosen Erfolgen", die eine Heilpraktikerin bei Neurodermitis-Patienten mit der sogenannten "Bioresonanztherapie" angeblich erzielte und meldete mich sofort dort an. Mein Zustand war inzwischen unerträglich geworden, der ständige Juckreiz trieb mich in den Wahnsinn. 

Die Bioresonanztherapie schien jedoch nicht viel zu helfen. Im Oktober ging das Semester an der Uni wieder los, ich gab aber nach einer Woche verzweifelt auf, da es mir unmöglich war, mehrere Stunden lang stillzusitzen und den Vorlesungen zu folgen. 
 
So entschloss ich mich zu einem Aufenthalt in einer Klinik und fuhr Anfang November `99 nach Neukirchen in den Bayerischen Wald. In der dortigen Spezialklinik verbrachte ich, gelinde ausgedrückt, die schlimmste Zeit meines Lebens. Der Juckreiz quälte mich Tag und Nacht, ich konnte nicht schlafen und kratzte mich ständig blutig. Vor allem im Gesicht war es besonders schlimm, die Haut war komplett offen und eitrig. Ich wurde von Kopf bis Fuß in saubere Wäsche und Mullbinden gewickelt und dreimal täglich eingesalbt. Die Salben enthielten Antibiotika, mit denen versucht wurde, den zahlreichen Keimen auf der Haut Herr zu werden. Die Ernährung wurde umgestellt und ich bekam neben zahlreichen Aufbau- und Vitaminpräparaten Medikamente zur Bekämpfung von Darmpilzen und zur Pflege der Darmflora. Ich quälte mich durch die Tage und weiß heute noch nicht, was ich ohne meine Eltern und meinen Freund, die mich so oft wie nur möglich besuchten, vielleicht getan hätte.

In der Klinik Neukirchen verbrachte ich Weihnachten ´99 und den Jahrtausendwechsel, was mir auch psychisch nicht gerade gut tat. Gegen Ende des neunwöchigen Aufenthalts ging es mir wieder jedoch etwas besser, und bis auf das Gesicht war die Haut relativ gut abgeheilt.


Klinik Neukirchen - Dezember 1999

Kaum wieder zu Hause, erwischte mich eine fiebrige Erkältung. Die Haut reagierte heftig, war wieder überall offen und nässte ständig. Ich heulte weiter und kratzte mich ganzen Tag.

Noch einmal ging ich zur Bioresonanztherapie, diesmal zu einem anderen Arzt, der eine etwas andere Variante dieser Behandlungsmethode praktizierte. Gleichzeitig hielt ich mich streng an die Rotations-Diät, die mir von der Klinik Neukirchen verordnet wurde. Die Haut besserte sich nicht, im Gegenteil.

Bei einem Heilpraktiker machte ich eine Eigen-Urin-Therapie und wurde mit diversen hömöopathischen Mitteln behandelt. Auch schluckte ich verzweifelt und fleißig Schwarzkümmelöl, weil ich in einer Fernsehsendung von den allergie-hemmenden Eigenschaften dieses Öls gehört hatte. Die Haut besserte sich kaum, mein Zustand war immer noch katastrophal.


Anfang April 2000 fuhr ich dann ans Tote Meer nach Israel. Endlich, endlich ging es mir dort ein wenig besser. Ich blieb insgesamt fünf Wochen dort und konnte zusehen, wie die Haut in der Sonne und dem speziellen Klima, das am Toten Meer herrscht, langsam abheilte. Ich fasste wieder Mut und wurde ein bisschen fröhlicher.
Mitte Mai kam ich wieder zurück nach Hause. Die Haut war im Vergleich zum Zustand vor dem Toten-Meer-Aufenthalt besser, der Juckreiz weniger stark, aber immer noch deutlich vorhanden. Immer noch hoffte ich auf Erfolge mit der Bioresonanz und führte die Behandlung weiter. Gleichzeitig versuchte ich es mit Akupunktur. Die Haut verschlimmerte sich zwar wenigstens nicht wieder, wurde aber auch nicht besser. Irgendwann gab ich dann die Bioresonanztherapie auf, da ich nie irgendeine Reaktion auf die Sitzungen bemerkt hatte.


Am Toten Meer- April 2002

Auch die Akupunktur brachte nicht die erhoffte Heilung. Wieder machte ich mich auf die Suche nach einer Therapie und landete bei der nächsten Heilpraktikerin, die es zur Abwechslung mal mit Kinesiologie und wiederum diversen homöopathischen Mitteln versuchte. Ich verlor jedoch schnell das Vertrauen in ihre Behandlung und brach auch diese bald wieder ab. Mir fehlte einfach ein schlüssiges Konzept.

Bekannte, die ich in der Klinik Neukirchen kennen gelernt hatte, erzählten mir dann von den tollen Erfolgen eines Heilpraktikers in ihrer Nähe, der ihrem ebenfalls schwer betroffenen kleinen Sohn hatte helfen können. Ich ließ mir dort einen Termin geben und bekam eine Salbe, die nach etwa drei Tagen meinen Hautausschlag zum ersten Mal nach fast zwei Jahren völlig zum Verschwinden brachte. Ich konnte es kaum glauben und es ging mir einfach wunderbar, zumal mir der Heilpraktiker versichert hatte, dass die Salbe völlig harmlos sei und garantiert kein Cortison enthalte. Die unerwartet schnelle Abheilung aber machte mich doch skeptisch, und ich ließ die Salbe vorsichtshalber beim Zentralverband deutscher Apotheker untersuchen. Nach vier Wochen erhielt ich den Bescheid, dass die Salbe Cortison enthält.

Der Rückschlag war vorprogrammiert. Nach dem langsamen Absetzen der Salbe und einer nochmaligen Cortison-Ausschleich-Phase, wie ich sie zu Anfang meiner Erkrankung bereits mehrfach durchgemacht hatte, kam der Ausschlag zurück. Zum Glück nicht mehr ganz so schlimm wie es schon gewesen war, aber ein dauerhaft tragbarer Zustand war dies nicht. Ich schleppte mich so durch die Tage, getragen von der Hoffnung, irgendwann doch noch eine Möglichkeit zu finden, diese verdammte Krankheit wieder loszuwerden. Wenn es juckte - und es juckte immer noch ständig - kratzte ich mich blutig. Die Kraft, den Juckreiz ohne Kratzen zu ertragen, hatte ich schon lange nicht mehr.

Zufällig viel mir dann in einer Buchhandlung Helmut Wandmakers Buch "Willst Du gesund sein? - Vergiss den Kochtopf!" in die Hände. Angelockt vom Titel und gewillt, alles und jedes auszuprobieren, was Linderung versprach, kaufte ich es und war sofort begeistert. Es war der Einstieg in den Ausstieg aus meiner Neurodermitis, wenn auch dieser weiterhin aus vielen Irrwegen und Rückschlägen bestand.

Jedenfalls beschäftigte ich mich zunehmend mit der Ernährung und ihrer Rolle für diese Krankheit, las mich durch eine Unzahl von Büchern und probierte verschiedene Ernährungsformen aus. Schon von der Klinik Neukirchen her hatte ich ja gelernt, mich "vernünftig" zu ernähren. Zwar definieren die verschiedenen Ernährungslehren dieses "vernünftig" sehr unterschiedlich. Aber ich kann heute sagen, dass ich meine Richtung gefunden habe. Es kam die Zeit, da ich zusehen konnte, wie es mir von Tag zu Tag besser ging.

Was denn genau jetzt geholfen hat? Hier steht's.